Fernwärme in München – lohnt sich das?
Die Umstellung auf erneuerbare Energien spielt eine entscheidende Rolle in der zukünftigen Wärmeversorgung. Vor allem für Mehrfamilienhäuser bietet Fernwärme einige Vorteile. Mehrere Wohneinheiten können effizient versorgt werden, das System ist wartungsarm und platzsparend, und als Immobilienbesitzer müssen Sie sich nicht darum kümmern, ob Ihre Wärmeversorgung den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht – das ist Aufgabe des Versorgers. In München übernehmen das die Stadtwerke, die bis 2040 sicherstellen müssen, dass mindestens 65 % der Fernwärme aus erneuerbaren Energien stammen.
Doch bevor Sie sich für einen Anschluss entscheiden, sollten Sie auch die Nachteile berücksichtigen. Ein Wechsel zur Fernwärme bedeutet eine langfristige Bindung an den Versorger. Zudem können hohe Anfangsinvestitionen anfallen. Falls Sie später auf eine andere Heizform umsteigen möchten, wäre dies mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden.
Doch bevor Sie sich für einen Anschluss entscheiden, sollten Sie auch die Nachteile berücksichtigen. Ein Wechsel zur Fernwärme bedeutet eine langfristige Bindung an den Versorger. Zudem können hohe Anfangsinvestitionen anfallen. Falls Sie später auf eine andere Heizform umsteigen möchten, wäre dies mit erheblichen Kosten und Aufwand verbunden.

Wärmeversorgung mit Tradition
Im Zuge der Energiewende wird Fernwärme oft als neue, besonders umweltfreundliche Technologie wahrgenommen – doch das ist nur bedingt richtig. Fernwärme gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert. Ursprünglich basierte es auf fossilen Energieträgern wie Kohle, Gas und Öl. Das Münchner Fernwärmenetz wurde in den 1960er-Jahren aufgebaut. Erst in den letzten Jahren gewann die Fernwärme an Bedeutung für den Klimaschutz, weshalb nun verstärkt auf Geothermie, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung umgestellt wird.
Die Münchner Stadtwerke treiben diesen Wandel aktiv voran und setzen beim Ausbau des Fernwärmenetzes besonders auf Geothermie – also Erdwärme. Der Vorteil: Sie ist eine erneuerbare Energiequelle und unabhängig von Wetterbedingungen, im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie. Allerdings bleibt die Herausforderung, eine Millionenstadt wie München zuverlässig und klimaneutral mit Fernwärme zu versorgen. Das Ziel der Stadtwerke: Bis 2040 soll die Fernwärme in München überwiegend aus Geothermie stammen.
Die Münchner Stadtwerke treiben diesen Wandel aktiv voran und setzen beim Ausbau des Fernwärmenetzes besonders auf Geothermie – also Erdwärme. Der Vorteil: Sie ist eine erneuerbare Energiequelle und unabhängig von Wetterbedingungen, im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie. Allerdings bleibt die Herausforderung, eine Millionenstadt wie München zuverlässig und klimaneutral mit Fernwärme zu versorgen. Das Ziel der Stadtwerke: Bis 2040 soll die Fernwärme in München überwiegend aus Geothermie stammen.
Liegt Ihre Immobilie im „Anschlussgebiet“?
Die Stadt München hat am 28. November 2024 ihren kommunalen Wärmeplan veröffentlicht – als erste Stadt in Bayern. Dieser Plan zeigt auf, welche klimaneutrale Energieversorgung für welche Gebiete vorgesehen ist. Für Immobilieneigentümer bedeutet das:
https://geoportal.muenchen.de/portal/waermeplan/
- Ist Ihre Immobilie bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen oder liegt in einem ausgewiesenen Erschließungsgebiet? Dann ist ein Anschluss in naher Zukunft möglich.
- Befindet sich Ihr Objekt in einem „Wärmenetzuntersuchungsgebiet“? Dann ist noch nicht entschieden, wann oder ob Fernwärme zur Verfügung stehen wird.
- Gehört Ihr Gebäude nicht zu einem Fernwärmegebiet? Dann werden Sie voraussichtlich andere Heizlösungen finden müssen.
https://geoportal.muenchen.de/portal/waermeplan/
Pro und Contra Fernwärme
Fernwärme bietet gegenüber anderen Heizsystemen eine Reihe von Vorteilen. Es sind vor allem drei Argumente, die hier ins Gewicht fallen:
- Fernwärme ist klimafreundlich. Die Anforderungen des Gebäude-Energie-Gesetzes zu erfüllen, ist Aufgabe der Stadtwerke.
- Fernwärme braucht kaum Wartung. Sie müssen keine eigene Anlage betreiben, sondern bekommen die Wärme ins Haus geliefert.
- Fernwärme ist platzsparend. Das ist vor allem ein Vorteil gegenüber Wärmepumpen, bei denen sich immer die Frage stellt: Wo stellen wir sie auf?
- Allerdings gibt es auch Nachteile, die Sie dagegen abwägen müssen:
- Die Anschlusskosten können mitunter recht hoch sein. Was da auf Sie zukommt, sollten Sie unbedingt vorher klären.
- Sie können nicht zur Konkurrenz wechseln. Ihr Vertragspartner sind die Münchner Stadtwerke, die hier ein Monopol haben. Bei den Energiekosten gibt es auch keinen Preiswettbewerb.
- Je nachdem, wo sich Ihr Objekt befindet, besteht eine mehr oder weniger große Planungsunsicherheit: Wann kommt die Fernwärme? Kommt sie überhaupt?
Zwei Drittel des Wärmebedarfs in München
Es ist ein ehrgeiziges Vorhaben: Bis 2045 sollen knapp zwei Drittel des Wärmebedarfs in München durch Fernwärme gedeckt werden. Und spätestens 2040 soll diese klimaneutral sein. Dabei spielt die Geothermie eine Schlüsselrolle: Am Michaelibad entsteht derzeit die größte innerstädtische Geothermieanlage Europas, und weitere Standorte sind geplant.
Alles in allem bietet Fernwärme eine umweltfreundliche und effiziente Heizlösung, insbesondere für Mehrfamilienhäuser. Ob sich ein Anschluss für Ihre Immobilie lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab – ein sorgfältiger Vergleich mit alternativen Heizsystemen ist ratsam.
Alles in allem bietet Fernwärme eine umweltfreundliche und effiziente Heizlösung, insbesondere für Mehrfamilienhäuser. Ob sich ein Anschluss für Ihre Immobilie lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab – ein sorgfältiger Vergleich mit alternativen Heizsystemen ist ratsam.
Weitere Informationen zum Thema „Fernwärme in München“ erhalten Sie unter https://www.swm.de/waerme/fernwaerme. Es gibt auch eine eigene Mailadresse für Fernwärme: fernwaerme@swm.de. Hier können Sie Kontakt aufnehmen, Ihre Fragen an die Stadtwerke richten oder sich grundlegend informieren.
