Berg am Laim

Berg am Laim – Gold aus Loam

Die erste urkundliche Erwähnung Berg am Laims geht ins frühe 9. Jhdt. zurück, ein Dorf rund 2 km östlich der Isar. Bereits relativ früh dürften die Bewohner hier das „Gold“ Berg am Laims aus dem Boden geholt haben. Überall dort, wo in München „Laim“ draufsteht, ist Loam = Lehm drin. Berühmt waren die Ziegel aus Berg am Laim, die aus den vielen Ziegeleien hier und in der Umgebung stammten. Die Lehmvorkommen reichten von hier bis nach Ismaning hinaus und in diesem Streifen zogen sich auch die Ziegeleien hin. Sie machten die Fabrikanten reich, die Angestellten wohlhabend und die Arbeiter hatten ihr sicheres Auskommen. Hinzu kamen die Saisonkräfte, häufig Taglöhner aus Italien – die ersten Münchner Gastarbeiter kamen hier bereits im frühen 19. Jhdt. Große Teile der Münchner Stadt wurden mit Ziegeln aus Berg am Laim hochgezogen. Doch das Bauen, das die Blüte nach Berg am Laim brachte, war auch sein Untergang, zumindest für den alten Ortskern: da wo er stand, baute man, ohne Rücksicht auf Verluste, die Berg-am-Laim-Straße und in Verlängerung die Kreillerstraße, nichts erinnert hier heute mehr an ein Dorf.

Eingebettet liegt Berg am Laim zwischen Haidhausen und Trudering, zwischen Bogenhausen und Ramersdorf. Die Bebauung ist vorwiegend von kleineren Mehrfamilienhäusern und Wohnblocks geprägt, kleine, eingesprengte Viertel mit Einfamilienhäusern liegen dazwischen. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahrzehnten Wachstumsschübe durch die Ausweisung neuer, größerer Baugebiete. Bereits früh durchquerte die Bahn Richtung Salzburg und Innsbruck das Viertel, das 1913 nach München eingemeindet wurde. Später folgte eine Tramlinie, die U-Bahn erreichte Berg am Laim erst Anfangs der 2000er Jahre, was sich erhöhend auf das Preisniveau der Immobilien auswirkte. Die Preise sind hier eher im durchschnittlichen Bereich angesiedelt.

Das Leben im Stadtviertel ist ruhig und ohne Aufregungen, etwas schillernder und bunter geht es in den Gewerbegebieten zu, jedoch ohne weitere Auswirkungen auf die Umgebung, insbesondere hier die ordnende Hand der Stadtverwaltung wirkt. Positiv ist zu vermerken, dass es hier noch einige traditionelle Gaststätten gibt, deren Bekanntestes, das „Weiße Bräuhaus“ mit seinem gemütlichen Biergarten und seiner urigen Einrichtung über die Viertelgrenzen hinaus bekannt ist. Ein breiter Grünzug, ausgehend vom Kloster St. Michael, das hier wunderschön eingebettet liegt, unterstreicht die typisch Münchner Note des Viertels, durcheilt vom wieder offen gelegten Hachinger Bach.

Berg am Laim – durchaus eine Wohnalternative im Münchner Osten, die Ihnen Gerschlauer Immobilien gerne näher bringt.