Schwabing-Freimann

Freimann – Bahn, BMW und Bayerischer Rundfunk

Erste Erwähnung findet Freimann im 10. Jhdt. Der Name des Dorfes im Norden des späteren Münchens verweist auf Freigeborene, deren Vorfahren bereits frei gewesen und keiner Leibeigenschaft unterworfen waren. Die daraus hervorgegangenen Freimänner verfügten zudem über freien, d.h. abgabenfreien Grundbesitz. Alles zusammen eine Sonderstellung in einer Zeit, in der eigentlich nur Herrscherwort oder Stadtluft frei machte.

Anschließend dümpelte Freimann durch die Jahrhunderte der Geschichte und erhielt erst zu Anfang des 19. Jhdts Gemeinderecht, hatte aber bereits eigene Ortsteile: Kulturheim und Lappen. Richtig aufwärts ging es mit Freimann im ersten Viertel des 20. Jhdts, als die Reichsbahn ein Ausbesserungswerk errichtete. Auch hier biederten sich die Nazis zu Beginn der 30er Jahre wieder an die örtliche Arbeiterschaft an und gründeten Siedlungen mit entsprechenden Siedlungshäusern, analog der Siedlung Am Hart. Bedeutend ist dies heute noch, da diese Gartensiedlungen mit ihren kleinen Häuschen noch die Teile Freimanns prägen, die nicht vom Euroindustriepark, der Verbreiterung der Autobahn München-Nürnberg oder dem Streckenausbau der Bahn platt gemacht worden sind.

Parallel zur Autobahn verläuft östlich die Freisinger Landstraße. Und östlich von dieser endet der Englische Garten mit dem wunderschönen Biergarten des Aumeisters (gleich daneben übrigens ein weltbekannter Tenniscourt). Stilecht liegt hier auch ein Villenviertel, im Norden begrenzt von den Fernsehstudios des Bayerischen Rundfunks, die hier Anfang der 50er Jahre gebaut wurden. Östlich schließen sich die traumhaften Isarauen an und am Isarufer endet der Stadtteil. Im Norden zieht er sich weiter hin, bis nach Lappen, heute Großlappen, bekannt durch den Sitz der städtischen Großkläranlage, inzwischen die meisten Tage des Jahres geruchsarm. Hier endet München. Nicht weit entfernt ragt ein Berg empor, geziert von einem imposanten Windrad. Diesen Berg schufen Münchner Bürger selbst: 75 m türmt sich, inzwischen wohl verwahrt, abgedichtet und verdichtet, der Müll Münchens der Epoche der zweiten Hälfte des 20. Jhdts. Heute Skipiste, Aussichtsplattform und ausgewiesenes Freizeitgelände auf über 30 Hektar. Er gehört zum Stadtviertelteil Fröttmaning, von dem nach Müll, Autobahnbau und Allianzarena nur eine Handvoll Häuser und eine Kapelle blieben. Auch die weitgestreckte Fröttmaninger Heide wurde in den 90er Jahre zum erheblichen Teil mit Eigentumswohnungsanlagen bebaut, die in direktem nördlichen Anschluss an den Euroindustriepark stehen. Aber für schöne Spaziergänge hat´s noch genug Heide. Im Süden schließt sich Schwabing an und im Westen Milbertshofen. Freimann ist bestens an das Münchner U-Bahn-Netz angeschlossen.

Das Preisniveau in Freimann liegt mit Ausnahme der Villenbereiche nah dem Englischen Garten eher im Mittelbereich. Es ist ein abwechslungsreicher Stadtteil mit sehr vielen unterschiedlichen Bereichen, eigentlich ist für fast jeden Geschmack etwas dabei. Vielleicht mit ein Grund, weshalb doch viele Menschen gerne hierher ziehen und diesen Stadtteil in ihrem Leben nicht missen möchten.

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